Pierre Victor: “Man muß den Spieß umdrehen. Die Welt kann nicht umgestürzt werden, ohne daß dabei etwas kaputt gemacht wird.”

Michel Foucault: “Vor allem muß man den Spieß kaputt machen.” (1972)

reflex.at

Auf dem Volksfestplatz in Nürnberg feiern sich die Fußballfans schon mal ein. Allen voran die Iraner! Schön bunt und schön gut gelaunt.
Allerdings würde ich mir persönlich wünschen, dass Gashupen einfach nicht existieren würden.

Entschuldigung für diese unangekündigte Blogpause (nicht, dass ich sonst besonders regelmäßig schreiben würde, aber trotzdem)!

Ich bin jetzt (bald) eine echte Nürnbergerin, mit echter neuer Wohnung und warte echt auf meinen Telefon- und DSLanschluss. Das wird aber noch ein wenig dauern. Aber ich komme wieder!

Morgen fahre ich nach Lüneburg zur Austellungseröffnung mit anschließenden Workshops von dem von Marion von Osten und Studierenden organisierten Projekt reformpause. In einem der Workshops werde ich einen Kurzvortrag zur "Regierung der Qualität in der Erwachsenenbildung" halten. Und vor so einem interessanten Rahmen und Hintergrund habe ich mich natürlich sehr über die Einladung gefreut:
Vor dem Hintergrund der aktuellen Universitaetsreform und der populistischen Debatten um sog. Bildungsnotstaende haben die Kuenstlerin Marion von Osten sowie DozentInnen und Studierende der Kunst- und Bildwissenschaften der Universitaet Lueneburg die Geschichte der Bildungsreformen seit den 60er Jahren bis heute wie auch die Kritiktradition an universitaeren Wissensraeumen recherchiert und nach ihrer Anschlussfaehigkeit zu heutigen Debatten befragt.
Mit der Analyse der Papiere der Bologna Konferenz und dem damit verbundenen europaeischen Reformprozess sowie den Thesen zum "Neuen Geist des Kapitalismus" von Luc Boltanski und Eve Chiapello wurde im Wintersemester 2005/ 06 ein mehrstufiges Seminar begonnen. Es untersuchte, ob und in welcher Weise Modelle der 60er und 70er Jahre den heutigen Veraenderungsprozessen als Vorbild dienten (insbesondere gemaess der Cité der Inspiration und der projektorientierten Cité im Sinne von Boltanski/Chiapello), um den aktuellen Umbau von Bildungsinstitutionen zu legitimieren. Es widmete sich auch der Frage, ob es sich dabei um einen primaer oekonomisch orientierten Wandel handelt, dem eine Markt- und Effizienzideologie (entsprechend den Cités der Industrie und des Marktes) zugrunde liegt, die eine Re-disziplinierung von Studierenden und DozentInnen versucht sowie auf eine zusaetzliche Buerokratisierung der Strukturen hinauslaeuft.
Eine weitere Hypothese, die verfolgt wurde, sieht im gegenwaertigen universitaeren Wandel partiell eine neokonservativ fundierte Rueckkehr zur hierarchischen Ordinarienuniversitaet der 1960er Jahre. reformpause

Die Jungen in Deutschland trifft es gleich doppelt, denn die Gesellschaft sendet ihnen Signale, die widersprüchlicher kaum sein könnten: Wir haben keine festen Jobs für euch, aber macht doch bitte schnell viele Kinder. Die Gesellschaft bietet ihnen erst keinen Platz und überfordert sie dann damit, die Probleme des ganzen Landes zu lösen.
Christoph Amend in DIE ZEIT vom 30. März 2006, S. 65.
Double bind im ganz großen Stil würde ich sagen.

Warum haben denn nur so viele Männer in Nürnberg Vokuhilas und/oder lange Fingernägel? Ob das wohl was frrrrängisches ist?

... da hasse ich die deutsche Bahn. Heute ist so ein Tag.

Ich habe gerade ein bisschen in Mikes´Wiki rumgestöbert und kann jedem nur empfehlen, das auch zu tun! Den Bereich Medientheorien finde ich besondes klasse.
Der Theoriebegriff stellt eine gute, strukturierte Ergänzung zu der Frage "Was ist Theorie", die wir neulich im Rahmen des Seminars "Methoden der empirische Sozialforschung" am ZILL der Uni Erlangen-Nürnberg diskutiert haben.
Also: lesen!... und schreiben!

Die Frage nach Selbsttechnologien in Praktiken des Bloggens wird unter anderem in Florian Sprengers Projektarbeitsblog Selbsttechnologien. Medientechnologien. behandelt.

Dieses Blog steht für den Versuch (wenn ich es richtig verstanden habe), das Entstehen und das Beobachten eines Schreibprozesses, "gleichzuschalten" - im Sinne von einem "gleichzeitig machen".

Das Medium Blog, in dem der Text entsteht, macht die rhizom-artige Textgenerierung sichtbar. Inhaltlich wird dieser Prozess durch gouvernementalitäts- und diskursanalytische Perspektiven reflektiert.

Ich bin beeindruckt. Unbedingt anschauen!

Reimer Gronermeyer über den Zusammenhalt zwischen den Generationen:
Bismarck ist schuld. Die Vorsorge für das Alter wird seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts der individuellen Entscheidung entzogen und geregelt durch die Großinstitution der sozialen Sicherung. Damit sind der Familie als dem Dach der Generationen die Stützpfeiler entzogen worden: Bismarck hat der Familie den Rest gegeben.
Gronemeyer (1991): Die Entfernung vom Wolfsrudel. S. 128)

 

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