Gestern besuchte ich die Veranstaltung EURopäischE VISION, bei der Nürnberger Jugendliche multimediale Beiträge zu deren Vision Europas einsenden konnten.
Ein in den acht vorgestellten Filmen, Radiobeträgen, Internetseiten und Diashows häufig vorkommendes Thema war die Frage nach dem EU-Beitritt der Türkei. Die Jugendlichen würden einen Beitritt begrüßen.
Gewonnen hat letztendlich eine sehr gute Animation dreier Berufsoberschüler, die mit Playmobilanimationen eine Tagesschau aus dem Jahr 2016 nachstellten.
Die Grußworte, die am Anfang der Veranstaltung gesprochen wurden, waren (glücklicherweise) sehr kurzgehalten und hatten einen für meinen Geschmack etwas zu euphirischen Unterton, allerdings muss das bei einer Preisverleihung wahrscheinlich so sein.
Irritiert hat mich allerdings dann der letzte Satz des Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Dr. Ingo Friedrich: Für eine gemeinsame europäische Zukunft in Freiheit, Frieden und Wohlstand.
Und Wohlstand? Ist Wohlstand auf einer Ebene anzusiedeln mit Freiheit und Frieden?

denkt sich eigentlich jemand der sich "Böhse Opelz" auf sein Auto klebt?

Von Montag bis Mittwoch fand in Frankfurt am Main der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften statt. Und ich war da! Es war überaus interessant das Feld mal „live“ zu erleben. Gesichter zu Texten einordnen, überrascht sein, enttäuscht sein … spannend. Das Thema des Kongresses „Bildung - Macht - Gesellschaft“ war im Prinzip auf mich zugeschnitten. So viele Arbeitsgruppen, die sich mit der Machtfrage auseinandersetzten. Die Auswahl war mir persönlich da schon zu groß.

In der AG „Die Macht der Bildung – Gouvernementalitätstheoretische Perspektive in der Erziehungswissenschaften“, die von Norbert Ricken und Andrea Liesner organisiert wurde, waren unter anderem Ulrich Bröckling und Thomas Lemke als Kommentatoren anwesend. Abschließend verbanden Nicole Balser und Carsten Bünger die kritische und durchaus normative Perspektive der Frankfurter Einsprüche mit derjenigen der Gouvernementalität. Da die Zeit sehr knapp bemessen war, wurde im Anschluss an die offizielle AG noch weiter Raum zum Diskutieren gegeben. Danke. Denn durch solche Diskussion vertiefen sich Aussagen erst in meinen Gedanken.

Am zweiten Tag verband Burkard Schäffer in seinem Vortrag „Generationen und Macht“ im Symposium „Macht in Bildungsprozessen“ meinen alten mit meinem neuen Schwerpunkt. Ich war selig, da sich für mich hier neue Perspektiven ergeben haben, bzw. Anregungen und eine gehörige Motivation bezüglich meines –noch ziemlich unklaren- Dissprojekts.

Mittwochs fand ich mich in der Arbeitsgruppe zu Lebenslangem Lernen und Generationen ein. Wieder erhielt ich neue Anregungen und Ideen. Unfassbar. Darüber hinaus hatte unsere Projektgruppe DIVERS eine Posterpräsentation. Alles in allem jedenfalls war der Kongress interessant und anregend – ich will um Himmels willen nicht aktivierend sagen.

Und schließlich habe ich „Teile des Feldes“ nicht nur „wissenschaften“ sondern auch zu Swing und Abba tanzen sehen…

Und so geht´s: eigene Ressourcen und Kompetenzen feststellen, den Bedarf in der Region ermitteln und entsprechende Angebote entwickeln, Partner gewinnen - und Umdenken: vom geförderten Projekt zum vermarktungsfähigen Produkt.
Quelle: BMFSFJ. Jugendliche engagieren sich für ihre Region. Ergebnisse der Bundesinitiative "wir ... hier und jetzt"

So einfach wie es hier leicht euphemistisch umschrieben wird ist das nun ja nicht. Und überhaupt: Warum sollte das (mal von ökonomischen Zwängen abgesehen) erstrebenswert sein?

So ist der Stand des Problems der Generation ein eminentes Beispiel für die Planlosigkeit in den Sozial -und Geisteswissenschaften, wo jeder immer von neuem ansetzt (...).
Karl Mannheim (1928): Das Problem der Generationen
Auch das hat an Aktualität nichts eingebüßt würde ich sagen...

Ich freu mich schon darauf, danke, Helge!

Die Generationenabhängigkeit von Technikkompetenz macht sich im privaten Haushalt im Zusammenleben der Generationen eher von ihrer komischen Seite bemerkbar.
Weymann, A. (2000): Sozialer Wandel, Generationenverhältnisse und Technikgeneration.
Die komische Seite der Generationenseite von Technikkompetenz?

Zurzeit möchte mein liebster Neffe (5) gerade Fotograf werden. DSCF4931 Hier eins seiner Erstlingswerke: "Die Faschingskatze"
Ach ja, Helau!

Wenn jemand sagt oder schreibt, "die Diskussion wurde elektromagnetisch aufgezeichnet" so meint er einfach: Tapes, oder?

Die Franken sind echt sowas von nett, aber sowas von. Als ich heute morgen ein Tagesticket aus dem Straßenbahnfahrkartenautomat herausholen wollte, sagte derselbe mir, dass ich das nicht könne, zumindestens nicht mit einem 10-Euro Schein, da er, der Automat nicht genügend Wechselgeld habe.

Sch..ade, dachte ich bei mir und fragte die Leute an der Haltestelle, ob sie mir den 10er in fünf 2Euro Münzen wechseln könnten. Erwartert hatte ich vielleicht ein nichtsagendes Tut-mir-leid-Lächeln, aber nein.

Eine Frau drückte mir zwei Euro in die Hand und sagte: Hier bitte. Ich wies darauf hin, dass ich eben nur den 10er habe, schade. Und sie: Ach was, nehmen sies doch einfach. Unglaubig starrte ich sie an, bedankte mich und begann mich zu freuen. Die Franken. Ein sehr nettes Völkchen! Vielen Dank nochmal, liebe Fränkin!

Ich glaube, ein Samurai trainiert vor meinem Fenster. Im Schnee, in Nürnberg.

 

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