Morgen fahre ich nach Lüneburg zur Austellungseröffnung mit anschließenden Workshops von dem von Marion von Osten und Studierenden organisierten Projekt reformpause. In einem der Workshops werde ich einen Kurzvortrag zur "Regierung der Qualität in der Erwachsenenbildung" halten. Und vor so einem interessanten Rahmen und Hintergrund habe ich mich natürlich sehr über die Einladung gefreut:
Vor dem Hintergrund der aktuellen Universitaetsreform und der populistischen Debatten um sog. Bildungsnotstaende haben die Kuenstlerin Marion von Osten sowie DozentInnen und Studierende der Kunst- und Bildwissenschaften der Universitaet Lueneburg die Geschichte der Bildungsreformen seit den 60er Jahren bis heute wie auch die Kritiktradition an universitaeren Wissensraeumen recherchiert und nach ihrer Anschlussfaehigkeit zu heutigen Debatten befragt.
Mit der Analyse der Papiere der Bologna Konferenz und dem damit verbundenen europaeischen Reformprozess sowie den Thesen zum "Neuen Geist des Kapitalismus" von Luc Boltanski und Eve Chiapello wurde im Wintersemester 2005/ 06 ein mehrstufiges Seminar begonnen. Es untersuchte, ob und in welcher Weise Modelle der 60er und 70er Jahre den heutigen Veraenderungsprozessen als Vorbild dienten (insbesondere gemaess der Cité der Inspiration und der projektorientierten Cité im Sinne von Boltanski/Chiapello), um den aktuellen Umbau von Bildungsinstitutionen zu legitimieren. Es widmete sich auch der Frage, ob es sich dabei um einen primaer oekonomisch orientierten Wandel handelt, dem eine Markt- und Effizienzideologie (entsprechend den Cités der Industrie und des Marktes) zugrunde liegt, die eine Re-disziplinierung von Studierenden und DozentInnen versucht sowie auf eine zusaetzliche Buerokratisierung der Strukturen hinauslaeuft.
Eine weitere Hypothese, die verfolgt wurde, sieht im gegenwaertigen universitaeren Wandel partiell eine neokonservativ fundierte Rueckkehr zur hierarchischen Ordinarienuniversitaet der 1960er Jahre. reformpause
Vor dem Hintergrund der aktuellen Universitaetsreform und der populistischen Debatten um sog. Bildungsnotstaende haben die Kuenstlerin Marion von Osten sowie DozentInnen und Studierende der Kunst- und Bildwissenschaften der Universitaet Lueneburg die Geschichte der Bildungsreformen seit den 60er Jahren bis heute wie auch die Kritiktradition an universitaeren Wissensraeumen recherchiert und nach ihrer Anschlussfaehigkeit zu heutigen Debatten befragt.
Mit der Analyse der Papiere der Bologna Konferenz und dem damit verbundenen europaeischen Reformprozess sowie den Thesen zum "Neuen Geist des Kapitalismus" von Luc Boltanski und Eve Chiapello wurde im Wintersemester 2005/ 06 ein mehrstufiges Seminar begonnen. Es untersuchte, ob und in welcher Weise Modelle der 60er und 70er Jahre den heutigen Veraenderungsprozessen als Vorbild dienten (insbesondere gemaess der Cité der Inspiration und der projektorientierten Cité im Sinne von Boltanski/Chiapello), um den aktuellen Umbau von Bildungsinstitutionen zu legitimieren. Es widmete sich auch der Frage, ob es sich dabei um einen primaer oekonomisch orientierten Wandel handelt, dem eine Markt- und Effizienzideologie (entsprechend den Cités der Industrie und des Marktes) zugrunde liegt, die eine Re-disziplinierung von Studierenden und DozentInnen versucht sowie auf eine zusaetzliche Buerokratisierung der Strukturen hinauslaeuft.
Eine weitere Hypothese, die verfolgt wurde, sieht im gegenwaertigen universitaeren Wandel partiell eine neokonservativ fundierte Rueckkehr zur hierarchischen Ordinarienuniversitaet der 1960er Jahre. reformpause
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Die Jungen in Deutschland trifft es gleich doppelt, denn die Gesellschaft sendet ihnen Signale, die widersprüchlicher kaum sein könnten: Wir haben keine festen Jobs für euch, aber macht doch bitte schnell viele Kinder. Die Gesellschaft bietet ihnen erst keinen Platz und überfordert sie dann damit, die Probleme des ganzen Landes zu lösen.
Christoph Amend in DIE ZEIT vom 30. März 2006, S. 65. Double bind im ganz großen Stil würde ich sagen.
Christoph Amend in DIE ZEIT vom 30. März 2006, S. 65. Double bind im ganz großen Stil würde ich sagen.
Lia - am 10. Mai 2006, 16:20 - Rubrik: Perspektiven
Warum haben denn nur so viele Männer in Nürnberg Vokuhilas und/oder lange Fingernägel? Ob das wohl was frrrrängisches ist?
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... da hasse ich die deutsche Bahn. Heute ist so ein Tag.
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Ich habe gerade ein bisschen in Mikes´Wiki rumgestöbert und kann jedem nur empfehlen, das auch zu tun! Den Bereich Medientheorien finde ich besondes klasse.
Der Theoriebegriff stellt eine gute, strukturierte Ergänzung zu der Frage "Was ist Theorie", die wir neulich im Rahmen des Seminars "Methoden der empirische Sozialforschung" am ZILL der Uni Erlangen-Nürnberg diskutiert haben.
Also: lesen!... und schreiben!
Der Theoriebegriff stellt eine gute, strukturierte Ergänzung zu der Frage "Was ist Theorie", die wir neulich im Rahmen des Seminars "Methoden der empirische Sozialforschung" am ZILL der Uni Erlangen-Nürnberg diskutiert haben.
Also: lesen!... und schreiben!
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Die Frage nach Selbsttechnologien in Praktiken des Bloggens wird unter anderem in Florian Sprengers Projektarbeitsblog Selbsttechnologien. Medientechnologien. behandelt.
Dieses Blog steht für den Versuch (wenn ich es richtig verstanden habe), das Entstehen und das Beobachten eines Schreibprozesses, "gleichzuschalten" - im Sinne von einem "gleichzeitig machen".
Das Medium Blog, in dem der Text entsteht, macht die rhizom-artige Textgenerierung sichtbar. Inhaltlich wird dieser Prozess durch gouvernementalitäts- und diskursanalytische Perspektiven reflektiert.
Ich bin beeindruckt. Unbedingt anschauen!
Dieses Blog steht für den Versuch (wenn ich es richtig verstanden habe), das Entstehen und das Beobachten eines Schreibprozesses, "gleichzuschalten" - im Sinne von einem "gleichzeitig machen".
Das Medium Blog, in dem der Text entsteht, macht die rhizom-artige Textgenerierung sichtbar. Inhaltlich wird dieser Prozess durch gouvernementalitäts- und diskursanalytische Perspektiven reflektiert.
Ich bin beeindruckt. Unbedingt anschauen!
Lia - am 27. April 2006, 20:52 - Rubrik: governing thoughts
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Reimer Gronermeyer über den Zusammenhalt zwischen den Generationen:
Bismarck ist schuld. Die Vorsorge für das Alter wird seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts der individuellen Entscheidung entzogen und geregelt durch die Großinstitution der sozialen Sicherung. Damit sind der Familie als dem Dach der Generationen die Stützpfeiler entzogen worden: Bismarck hat der Familie den Rest gegeben.
Gronemeyer (1991): Die Entfernung vom Wolfsrudel. S. 128)
Bismarck ist schuld. Die Vorsorge für das Alter wird seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts der individuellen Entscheidung entzogen und geregelt durch die Großinstitution der sozialen Sicherung. Damit sind der Familie als dem Dach der Generationen die Stützpfeiler entzogen worden: Bismarck hat der Familie den Rest gegeben.
Gronemeyer (1991): Die Entfernung vom Wolfsrudel. S. 128)
Lia - am 9. April 2006, 12:28 - Rubrik: ahh, se tre scholie
Gestern besuchte ich die Veranstaltung EURopäischE VISION, bei der Nürnberger Jugendliche multimediale Beiträge zu deren Vision Europas einsenden konnten.
Ein in den acht vorgestellten Filmen, Radiobeträgen, Internetseiten und Diashows häufig vorkommendes Thema war die Frage nach dem EU-Beitritt der Türkei. Die Jugendlichen würden einen Beitritt begrüßen.
Gewonnen hat letztendlich eine sehr gute Animation dreier Berufsoberschüler, die mit Playmobilanimationen eine Tagesschau aus dem Jahr 2016 nachstellten.
Die Grußworte, die am Anfang der Veranstaltung gesprochen wurden, waren (glücklicherweise) sehr kurzgehalten und hatten einen für meinen Geschmack etwas zu euphirischen Unterton, allerdings muss das bei einer Preisverleihung wahrscheinlich so sein.
Irritiert hat mich allerdings dann der letzte Satz des Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Dr. Ingo Friedrich: Für eine gemeinsame europäische Zukunft in Freiheit, Frieden und Wohlstand.
Und Wohlstand? Ist Wohlstand auf einer Ebene anzusiedeln mit Freiheit und Frieden?
Ein in den acht vorgestellten Filmen, Radiobeträgen, Internetseiten und Diashows häufig vorkommendes Thema war die Frage nach dem EU-Beitritt der Türkei. Die Jugendlichen würden einen Beitritt begrüßen.
Gewonnen hat letztendlich eine sehr gute Animation dreier Berufsoberschüler, die mit Playmobilanimationen eine Tagesschau aus dem Jahr 2016 nachstellten.
Die Grußworte, die am Anfang der Veranstaltung gesprochen wurden, waren (glücklicherweise) sehr kurzgehalten und hatten einen für meinen Geschmack etwas zu euphirischen Unterton, allerdings muss das bei einer Preisverleihung wahrscheinlich so sein.
Irritiert hat mich allerdings dann der letzte Satz des Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Dr. Ingo Friedrich: Für eine gemeinsame europäische Zukunft in Freiheit, Frieden und Wohlstand.
Und Wohlstand? Ist Wohlstand auf einer Ebene anzusiedeln mit Freiheit und Frieden?
denkt sich eigentlich jemand der sich "Böhse Opelz" auf sein Auto klebt?
Von Montag bis Mittwoch fand in Frankfurt am Main der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften statt. Und ich war da! Es war überaus interessant das Feld mal „live“ zu erleben. Gesichter zu Texten einordnen, überrascht sein, enttäuscht sein … spannend. Das Thema des Kongresses „Bildung - Macht - Gesellschaft“ war im Prinzip auf mich zugeschnitten. So viele Arbeitsgruppen, die sich mit der Machtfrage auseinandersetzten. Die Auswahl war mir persönlich da schon zu groß.
In der AG „Die Macht der Bildung – Gouvernementalitätstheoretische Perspektive in der Erziehungswissenschaften“, die von Norbert Ricken und Andrea Liesner organisiert wurde, waren unter anderem Ulrich Bröckling und Thomas Lemke als Kommentatoren anwesend. Abschließend verbanden Nicole Balser und Carsten Bünger die kritische und durchaus normative Perspektive der Frankfurter Einsprüche mit derjenigen der Gouvernementalität. Da die Zeit sehr knapp bemessen war, wurde im Anschluss an die offizielle AG noch weiter Raum zum Diskutieren gegeben. Danke. Denn durch solche Diskussion vertiefen sich Aussagen erst in meinen Gedanken.
Am zweiten Tag verband Burkard Schäffer in seinem Vortrag „Generationen und Macht“ im Symposium „Macht in Bildungsprozessen“ meinen alten mit meinem neuen Schwerpunkt. Ich war selig, da sich für mich hier neue Perspektiven ergeben haben, bzw. Anregungen und eine gehörige Motivation bezüglich meines –noch ziemlich unklaren- Dissprojekts.
Mittwochs fand ich mich in der Arbeitsgruppe zu Lebenslangem Lernen und Generationen ein. Wieder erhielt ich neue Anregungen und Ideen. Unfassbar. Darüber hinaus hatte unsere Projektgruppe DIVERS eine Posterpräsentation. Alles in allem jedenfalls war der Kongress interessant und anregend – ich will um Himmels willen nicht aktivierend sagen.
Und schließlich habe ich „Teile des Feldes“ nicht nur „wissenschaften“ sondern auch zu Swing und Abba tanzen sehen…
In der AG „Die Macht der Bildung – Gouvernementalitätstheoretische Perspektive in der Erziehungswissenschaften“, die von Norbert Ricken und Andrea Liesner organisiert wurde, waren unter anderem Ulrich Bröckling und Thomas Lemke als Kommentatoren anwesend. Abschließend verbanden Nicole Balser und Carsten Bünger die kritische und durchaus normative Perspektive der Frankfurter Einsprüche mit derjenigen der Gouvernementalität. Da die Zeit sehr knapp bemessen war, wurde im Anschluss an die offizielle AG noch weiter Raum zum Diskutieren gegeben. Danke. Denn durch solche Diskussion vertiefen sich Aussagen erst in meinen Gedanken.
Am zweiten Tag verband Burkard Schäffer in seinem Vortrag „Generationen und Macht“ im Symposium „Macht in Bildungsprozessen“ meinen alten mit meinem neuen Schwerpunkt. Ich war selig, da sich für mich hier neue Perspektiven ergeben haben, bzw. Anregungen und eine gehörige Motivation bezüglich meines –noch ziemlich unklaren- Dissprojekts.
Mittwochs fand ich mich in der Arbeitsgruppe zu Lebenslangem Lernen und Generationen ein. Wieder erhielt ich neue Anregungen und Ideen. Unfassbar. Darüber hinaus hatte unsere Projektgruppe DIVERS eine Posterpräsentation. Alles in allem jedenfalls war der Kongress interessant und anregend – ich will um Himmels willen nicht aktivierend sagen.
Und schließlich habe ich „Teile des Feldes“ nicht nur „wissenschaften“ sondern auch zu Swing und Abba tanzen sehen…
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