ah neeee!

sind in Innenstädten nicht zu ertragen. Elementarste Höflichkeitsfloskeln, wie "Entschuldigung" oder "Darf ich hier gerade mal vorbei?" scheinen nur bei strahlendem Sonnenschein, wenn alle so oder so gute Laune haben, zu funktionieren.
Auch die Lächel-Taktik - Lächle die Menschen an, die lächeln zurück - hat heute versagt.
Gut, gegen Ende waren meine Mundwinkel auch eher verbissen nach unten gezogen. Aber jetzt bin ich ja zu Hause. Und da bleib ich auch. Zumindestens bis morgen.

In Zeiten, in denen aus Studenten und Bildungsinteressenten durch Konzepte wie Bildungsgutscheine oder durch Guthabensgesetze "Kunden" gemacht werden, schreckt auch die Polizei vor nichts zurück.

Im Pilotprojekt Kundenbefragung bei der Polizei evaluieren die Polizeiinspektion Osnabrück mit Hilfe der Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität die Kundenzufriedenheit ihrer Kunden.

Kunden?

... soll der Begriff [Kunde] hier benutzt werden, um BürgerInnen zu kennzeichnen, die mit der Polizei in Kontakt standen oder stehen - unabhängig davon, ob sie die "Dienste" der Polizei freiwillig oder unfreiwillig in Anspruch genommen haben.
S. 45

Es zeigen sich folgende Gruppen von PolizeikundInnen
1. Geschädigte / Opfer von Straftaten
2. AnzeigeerstatterIn / HinweisgeberIn / Zeugin
3. Beschuldigte/r / Verdächtige/r in einer Straftat
4. Unfallbeteiligte
5. Betroffene
6. Notruf
7. ServicekundInnen
S. 64

Ich weiß echt nicht mehr, was ich davon noch halten soll...
Muss man als Kunde nicht in einem "freiwilligen" Konsumverhältnis stehen?
Ist die Omma, der die Handtasche geklaut wird auch die Kundin des Taschendiebs? Selber Schuld ist sie allemal, warum nicht auch gleich Kundin?
Verkehrte Welt.

Nach den Einsparungen von Stellen und Sachmitteln ergibt sich zu Beginn des Semesters am Institut für Erziehungswissenschaften in Giessen (und nicht nur da!) ein zu erwartendes Bild.

Uni
Die Situation ist natürlich nicht neu, sie wird verschärft. Jetzt betrifft es allerdings eher "Kunden" als Studierende.

Habe grade rausgefunden, dass Literatur, die ich für den praktischen Teil meiner Diplomarbeit eventuell brauche, extrem teuer ist. Ich brauche nämlich Normen zur Qualitätssicherung vom DIN, dem deutschen Institut für Normung. Und eine ordentliche Norm kosten da knapp 150 Euro.

Daraufhin hab ich einen Menschen im DIN angerufen, der mir berechtigterweise sagte, ich müsse erstmal die Norm lesen, um zu wissen, wovon ich eigentlich rede. ähem
Nur, um die Norm zu lesen, muss ich sie wahrscheinlich kaufen.
Naja vielleicht gibts da noch ne Lösung... liebe gute Uni? - Quatsch - nur ein schräger Gedanke

Ich finde es reicht schon völlig aus, nach Normen leben zu müssen, aber sie gleich zu kaufen hat schon was neoliberales seltsames.

Hupe

haben doch tatsächlich einen professionellen Huper, der bei Bauarbeiten Menschen und Maschinen vor drohenden Katastrophen warnt.

So weit so gut. Nun übt der besagte professionelle Huper seine Tätigkeit direkt vor unserem Küchenfenster aus.
Nach mehrstündigen Intervallen von Ruhe und Panik- und Schreckenssekunden, (da man sich ich mir sowas nun wirklich nicht merken kann) ist man dann abens ganz schön gaga und denkt, dass die Bahn das gaaaanz bestimmt alles im Griff hat.

....und unser dsl hat sich auch verabschiedet... argggs

viel zu viel.
Prüfungsamtstress.
Penner!
Ohnmacht.
Mobilisierung?
Kapitalismus.
Ausbeutung.
Nicht mitmachen wollen.
Ausschluß?
Sparen.
Ungerechte Verteilung von Geld.
Es gibt nicht zu wenig.
Einige haben viel zu viel.

 

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