Manchmal frage ich mich echt, wie viele Pädagogen das Konzept der Risikogesellschaft von Ulrich Beck in ihre Argumentationen aufnehmen -Im Zuge der Risikogesellschaft hat die Erziehung einenbesonderen Stellenwert- ohne zu hinterfragen, was das überhaupt bedeutet und ob das überhaupt eine ernstzunehmende Zeitdiagnose ist.

Ich würde sagen: NEIN! Unsere Gesellschaft ist nicht einer Reihe von unkalkulierbaren Risiken ausgesetzt, sondern sie produziert die Risiken nach mehr oder weniger bewusstem Kalkül. Entweder als versicherungsstrategische Berechnung -Kategorisieren von Risikopopulationen- oder als Methode um Angst unter der Bevölkerung zu schüren -Das Risiko eines Verbrechens lauert an jeder Ecke-.

Ich will nicht bestreiten, dass es Risiken gibt. Aber ich bezweifle, dass das Konstrukt einer Risikogesellschaft die gesellschaftlichen Umbrüche adäquat beschreiben kann.

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